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KPI / Kennzahlen

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KPI: Datenschutz und Informationssicherheit messbar machen

In einer zunehmend digitalen Welt ist es nicht mehr genug, Datenschutz und Informationssicherheit nur umzusetzen. Neben einer entsprechenden Kultur für eine nachhaltige Umsetzung, sollten sie auch messbar sein. Durch Key Performance Indicators (KPIs) erhalten sie nicht nur Transparenz, sondern können auch gezielt Verbesserungen steuern sowie positive wie negative Entwicklungen erkennen.

Bedeutung von KPI für Datenschutz und Informationssicherheit

KPI sind in vielen Unternehmen schon Standard. Gerade so wichtige Bereiche wie Finanzen und Vertrieb werden aufgrund Ihrer Bedeutung durch KPI gemessen. Datenschutz und Informationssicherheit sind ebenfalls geschäftskritische Säulen Ihrer Organisation.

Wenn Sie diese Bereiche mit KPIs versehen, verwandeln Sie sie von einem reinen Compliance-Thema in einen proaktiven Steuerungsmechanismus. Dies hilft nicht nur, Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern auch, den Erfolg von Schutzmaßnahmen zu messen und zu optimieren. Klassische Methoden im Business wie Benchmarking und Trendanalyse können so auch bei der Compliance angewandt werden.

Ein gut definierter KPI-Ansatz zeigt Verantwortlichen, ob ihre Maßnahmen wirklich funktionieren und nicht nur auf dem Papier existieren. Gleichzeitig ermöglicht die Messung von Informationssicherheit – durch etablierte Sicherheitsnormen und/oder -kataloge auch gefordert –, Schwachstellen im ISMS aufzudecken. Darüber hinaus verbessert die Transparenz, die durch KPIs entsteht, das Vertrauen von Stakeholdern. Gleiches gilt für den Datenschutz.

Beispiele für Kennzahlen aus der Praxis

Im Rahmen der KPI geht es nicht darum, Werte wie „100% Richtlinien vorhanden“ oder „0 Vorfälle“ zu erreichen, sondern um eine verlässliche Beurteilung, ob Datenschutz- und Sicherheitsprozesse in der Praxis funktionieren und Veränderungen zu erkennen.

Durch die KPI „Anzahl (intern) gemeldeter Datenschutzvorfälle“ können Sie verschiedene Erkenntnisse ableiten. Eine hohe Quote an Meldungen zeigt beispielsweise eine hohe Sensibilisierung der Belegschaft für Fehler und Vorfälle. Durch interne Meldungen können Schwachstellen schnell beseitigt, die Schäden bei Vorfällen verringert und der etwaigen Pflicht zur Meldung an die Aufsichtsbehörde nachgekommen werden.

Durch die KPI „Awareness-Phishing-Erkennungsrate“ kann die Resilienz der Belegschaft gegenüber Social Engineering abgeleitet werden. Gerade in Zeiten, bei der Phishing eines der größten Einfallstore bei Cyberangriffen für Unternehmen ist, hat dies eine große Bedeutung für die Informationssicherheit. Die KPI können durch Trendanalyse und Benchmarks entscheidende Hinweise für die Resilienz der Mitarbeitenden gegeben. Sinkende Werte können dafür genutzt werden, die Awareness durch Maßnahmen zu verbessern.

Ebenso kann das Messen der Backup-Wiederherstellungstest-Erfolgsquote zeigen, ob die Backups im Ernstfall wirklich funktionieren – bevor ein Datenverlust katastrophal wird.
Mehr Beispiele für KPI im Datenschutz und in der Informationssicherheit finden Sie in unserem Whitepaper.

Erfahrungsberichte aus der Praxis: Wie KPIs den Unterschied machen

Gute Beispiele dafür, wie messbare KPIs helfen, kommt aus der Praxis, wie diese Zitate unserer Kunden zeigen: „Seitdem wir regelmäßig den Selbstauskunftsbogen an unsere Dienstleister versenden, haben wir höhere Sicherheitsstandards bei unseren Dienstleistern durchsetzen können. Dies hat die Lieferkettensicherheit erhöht“, sagte uns ein IT-Leiter in einem TISAX-auditierten KMU. Dies konnte man an der KPI „Anteil geprüfter Dienstleister“ ableiten.
Gleichzeitig betonte die Personalleiterin: „Unsere Schulungsquote ist gestiegen, seitdem wir das automatisierte Erinnerungsmanagement im E-Learning eingeführt haben. Gleichzeitig stieg die Anzahl der intern gemeldeten Datenschutzvorfälle – Awareness hilft wirklich.“

Handlungsempfehlungen

Nicht alle o. g. KPI eignen sich für jedes Unternehmen. Daher sollten Sie individuell mit Ihrem Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragten prüfen, welche KPI für Sie sinnvoll und welche auch sinnvoll messbar sind. Hierbei hat sich folgendes Vorgehen etabliert:

1. Definition und Einführung
2. Regelmäßiges Reporting
3. Kontinuierliche Verbesserung
4. Kommunikation & Transparenz
5. Test und Verbesserung der KPI

Eine ausführliche Darstellung der Vorgehensweise und auch der typischen Stolpersteine finden Sie in unserem Whitepaper.

Fazit

Mit klaren, messbaren KPIs für Datenschutz, Informationssicherheit und deren Schnittpunkte machen Sie Ihre Schutzmaßnahmen transparent, steuerbar und wirksam. Die Kennzahlen liefern Hinweise auf erforderliche Maßnahmen. So wird Sicherheit nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern auch tatsächlich gelebt.

 

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